Weihnachten

„Wir Gehen In Uns Und Fressen“

Wir predigen Christus, göttliche Kraft und göttliche Weisheit.
1. Korinther 1,24

Liebe Leser,
„Was machen Sie an Weihnachten?“ Antwort: „Wir gehen in uns und fressen.“
Ist das nicht eine herrlich ehrliche Antwort? Ist es nicht das, was wir meinen, wenn wir uns frohe Weihnachten wünschen? Ruhe, Besinnlichkeit und etwas Gutes zum Essen. Sicher sind in diesen Tagen auch viele kritische Töne über die Politik, die Gesellschaft und unseren Egoismus im Allgemeinen zu hören. Und wir werden aufgefordert: Seid lieb! (…wenigstens zu Weihnachten.) Hören wir dagegen mal, wie die Bibel Weih-nachten erklärt:
„Weil nun aber alle diese Kinder Geschöpfe aus Fleisch und Blut sind, ist auch er ein Mensch von Fleisch und Blut geworden. So konnte er durch den Tod den entmachten, der mit Hilfe des Todes seine Macht ausübt, nämlich den Teufel, und konnte die, deren ganzes Leben von der Angst vor dem Tod beherrscht war, aus ihrer Sklaverei befreien.“ (Hebräer 2,14-15)
Um uns zu retten, musste Gottes Sohn Mensch werden und am Kreuz sterben. Um uns von Todesfurcht und von der Macht des Teufels und letztlich vor dem Gericht Gottes über unsere eigene Sünde zu erlösen. Das ist der wahre Grund für Weihnachten! Gottes Sohn wurde Mensch, nicht um das Leben zu genießen, sondern um sein Leben für uns zu geben.
Angesichts dieser ernsten, aber rettenden Botschaft haben wir allen Grund, uns frohe Weih-nachten zu wünschen. Wir laden Sie herzlich zu unseren Gottesdiensten ein, um mehr von dieser Botschaft zu erfahren.

Der Reformator Martin Luther schrieb dazu vor ca. 500 Jahren: „Alle Weisheit der Welt ist lauter Kinderwerk, ja Torheit zu rechnen gegen die Erkenntnis Christi. Denn was ist wunderbarlicher, denn das große, unaussprechliche Geheimnis zu wissen und zu erkennen, dass der Sohn Gottes, des ewigen Vaters Ebenbild, menschliche Natur an sich genommen hat und an Gebärden gleich geworden ist wie ein anderer Mensch? Das ist aber das nötigste Stück, das wir Christen mit höchstem Fleiß lernen und wissen sollen, dass der Sohn des ewigen Gottes sich so tief heruntergelassen hat, so arm und elend geboren und solches getan hat um unserer Sünde willen und seine Majestät uns zugut so lange verborgen hat. Darum, wer dies Kind recht fassen will, der muss gedenken, dass keine höhere Weisheit ist denn Christus erkennen und sich nicht daran kehren noch ärgern, dass die Welt die Predigt von Gottes Sohn, der Mensch geworden, gekreuzigt, gestorben ist, für die größte Torheit und Ärgernis hält, sondern wissen, dass sie uns Gläubigen eine göttliche Weisheit und Kraft ist, dadurch wir selig werden, daran auch die lieben Engel Lust und Freude haben.“